norbert kaluza

Skulpturologie-2017-DS-3

ICH SEHE WAS, WAS DU NICHT SIEHST

Meine Leidenschaft zur Keramik begann vor über 20 Jahren mit einer zufälligen Gelegenheit, an einem Kurs teilzunehmen. Bis heute ist sie unverändert intensiv geblieben. Seit einigen Jahren stelle ich meine Werke in der Öffentlichkeit aus.

Menschen, häufig Paare, sind das Hauptthema meiner Arbeiten. Dabei kommt es gar nicht so sehr auf die naturgetreue Körperdarstellung an. Vielmehr sind die abstrakten Skulpturen häufig von durchdachten, streng geometrischen Linien und Formen dominiert. Skulpturologie nenne ich diese Art der Gestaltung. Der Inhalt der skulpturologischen Werke erschließt sich nicht jedem auf Anhieb. Es ist wie in dem Kinderspiel: ich sehe was, was du nicht siehst… Und sichtbar wird für den Betrachter nur, was auch seine Emotionen wirklich berührt.

Untypischerweise für Keramik-Arbeiten sind viele der Skulpturen mit Acrylfarben patiniert. Doch ebenso gern belasse ich meine Skulpturen in den Naturfarben des Tons, lediglich schwarze Schattierungen betonen die Strukturen und Formen. So liebe ich den Ton am meisten.

Mit der Gründung der eigenen Kreativagentur wuchs das Interesse an digitaler Grafik und hierbei hauptsächlich an architektonischen Stadtansichten. So entstand auch die Serie Leverkusen wie gemalt mit zahlreichen Motiven der Stadt. Durch den sicheren und zugleich sensiblen Umgang mit den Werkzeugen moderner Bildbearbeitung verleihe ich den fotografischen Motiven einen völlig neuen Charakter. Getaucht in neuen Farben und überzeichnet mit gezielten Kunsteffekten wirken die Bilder mitunter wie gemalt, ohne es dabei vortäuschen zu wollen. Im Gegenteil, der fotografischer Ursprung der Werke wird häufig als erkennbares Gestaltungsmittel beibehalten.